#71 Kunst Vs. Finance: Was ist Kunst eigentlich wert? mit Jonas Kastenhuber

Shownotes

Thema der Folge

In Folge #71 spricht Muriel mit Jonas Kastenhuber über den Auftakt der neuen Podcast-Reihe «Kunst Vs. Finance». Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie künstlerischer und wirtschaftlicher Wert entsteht und weshalb Kunst und Finanzen enger miteinander verbunden sind, als viele vermuten.

Jonas bewegt sich mit Kallistik an der Schnittstelle von Kunst, Kultur, Innovation und Unternehmertum. Er erzählt, wie ihn sein Weg vom Venture Builder in die Kunstwelt führte und weshalb nachhaltige Wertschöpfung für ihn auch in der Kunst eine wichtige Rolle spielt.

Ausserdem sprechen Muriel und Jonas über die Mechanismen des Kunstmarkts, den Einfluss von Galerien, Sammlern und Institutionen, die Bedeutung von NFTs, die Zukunft physischer Kunsterlebnisse sowie die Frage, wie Kunst für neue Zielgruppen zugänglicher werden kann.


Zu Gast bei Muriel

Jonas Kastenhuber Künstler | Kunst- und Kulturunternehmer | Gründer von Kallistik


Highlights der Folge

  • Wie Jonas vom Venture Builder in die Kunstwelt wechselte
  • Warum wirtschaftliche Tragfähigkeit für nachhaltige Projekte wichtig sein kann
  • Wer den Wert eines Kunstwerks tatsächlich beeinflusst
  • Die Unterschiede zwischen Primärmarkt und Sekundärmarkt
  • Weshalb Sammler eine entscheidende Rolle im Kunstmarkt spielen
  • Warum Kunst die «Königsdisziplin des Marketings» sein kann
  • Chancen und Herausforderungen von Social Media für Künstler
  • Was vom NFT-Hype geblieben ist
  • Kunstförderung zwischen Freiheit, Kulturauftrag und Wirtschaftlichkeit
  • Warum physische Erlebnisse und Gemeinschaft für die Zukunft der Kunst wichtiger werden

Transkript anzeigen

00:00:00: Ökonomie muss eine Rolle spielen, weil was sich selber trägt ist auch langfristig.

00:00:06: Ich bin kein Fan von Philanthropie, weil ich denke wenn sich etwas nicht selbst trägt dann muss es künstlich ernährt werden.

00:00:23: Myrielle fragt noch der OBT Podcast mit spannenden Themen über die komplexe Welt der Finanzen.

00:00:34: Hallo zusammen und herzlich willkommen zu der einen siebzigsten Folge des OBT Podcasts.

00:00:39: Mein Name ist Meryl Buagass, ich freue mich sehr, diese kommenden Reihen durchzumoderieren!

00:00:44: Wir starten mit einer neuen Reihe und zwar am Thema Kunst vs.

00:00:49: Finance – zwei Welten, die oft weit auseinander liegen könnten.

00:00:53: meinen.

00:00:53: für Kunstschaffende gehören Sie aber trotzdem unweigerlich zusammen.

00:00:58: In jedem Kunstwerk steht immer die Frage, wie finanziere ich eigentlich mein Leben?

00:01:01: Wie verdiene ich mit meiner Kunst Geld, was ist mein Werk wert und wie gehe ich auch mit wirtschaftlicher Unsicherheit um.

00:01:10: Wir reden mit Menschen, die der Kunstwelt zu Hause sind.

00:01:13: Wir wollen verstehen, was sie bewegt, wie sie zu den Themen stönen, was ihre Gedanken sind und wie sie so ihren Alltag gestaltet.

00:01:22: Zum Auftakt redet man mit Jonas Kaschnuben.

00:01:25: Er ist konzeptioneller Künstler und Kunst-Kulturunternehmen.

00:01:29: Er bewegt sich ganz bewusst zwischen Kunst, Kultur und eben auch der Innovation beziehungsweise nutzt die Innovation um Kunst zugänglicher zu machen.

00:01:39: Ich freue mich sehr dass er hier ist und er ist der perfekte Gast für den Auftakt dieser Reihen.

00:01:45: Liebe Zuhörer schön Sie dabei und ich will sagen wir legen los!

00:01:48: Heu Jonas

00:01:49: Hi Muriel.

00:01:50: Super schön, dass du da bist!

00:01:52: Es ist spannend gerade weil du so einen breiten Facher hast und eine breite Perspektive auf die Themen hast.

00:01:57: Ich habe schon gesagt, du bist der perfekte Gast zum Starten Jetzt bist aber auch kein klassischer Künstler.

00:02:04: Wie würdest dich selber beschreiben?

00:02:06: Was machst du nun?

00:02:07: Ja es ist irgendwie lustig.

00:02:08: wir kennen uns ja von der HSG aus dem Business Innovation Masterstudiengang Und das war glaube ich vor sechs sieben Jahren als wir den abstossen Und seitdem hat sich bei mir viel verändert.

00:02:21: Ich bin eigentlich als Venture-Bilder gestartet nach unserem Studium in der digitalen Businesswelt, neues Geschäft aufbauen für große Unternehmen war so mein eigentlich Kern.

00:02:36: und dann hatte ich einen ziemlich schweren Unfall, bin einmal fast von uns gegangen und dann wieder zurückgekommen mit eigenen Ideen.

00:02:48: Diese haben mich dann ganz natürlich in die Kunstwelt katapultiert.

00:02:53: Ich habe mich immer sehr gerne mit kreativen Menschen umgeben, von der Musikwelt oder der Kunstwelt oder auch anderen Welten du als Sportlerin oder Sportwelt und ja so während.

00:03:06: Corona war für ganz viele in der Kultur- und Kunstwelt eine sehr schwere Zeit weil Sie konnten nichts zeigen.

00:03:18: Wenn man nichts zeigt, dann verkauft man auch nicht und in der Zeit kam eine Gründerin auf mich zu und hat mir von der Idee erzählt einen Online Viewing Room zu bauen.

00:03:31: Das ist ein dreidimensionaler Raum den man über seinen Computer betreten kann und indem er eine Kunstausstellung genießt.

00:03:41: Und dann auch dort Kunst kaufen kann, das war für mich so eine Eingebung die vieles aus meiner Vergangenheit wieder in die Präsent holte weil meine Oma ist Sammlerin, meine Mama ist Musikerin und Künstlerin.

00:03:59: eben wie gesagt mein ganzes Leben schon sehr viel Zeit und auch gerne Zeit mit Leuten aus dem kreativen und Kunstumfeld verbracht.

00:04:07: Und da habe ich dann eine Möglichkeit gesehen, diese Innovation das ganze Venture-Building Thema mit der Kunstwelt zu vereinen und auch was Gutes zu tun.

00:04:18: Spannende ist du hast also aus einer Notausstok heute?

00:04:22: Zwei bis zwanzig Pandemie-Businessidee was man gestalten könnte, was man machen könnte.

00:04:28: Und du, an dem Schnittpunkt zwischen Innovation und Kunst und Venture hast du gedacht, ich beginne auch der Richtung zu das machen und gründen.

00:04:36: Du hast ja dann auch einen solchen Namen gegründet – Callistic.

00:04:41: Genau!

00:04:41: Also Callistic war dann….

00:04:44: Callistic steht übrigens für die Lehre des Schönen wie zum Beispiel Calligraphie oder kommt aus dem Begriff wurde davon abgeleitet Und für mich ist das Schöne auch immer fair.

00:04:55: Das wird auch so in der griechischen Mythologie, woher das Wort herkommt beschrieben oder das Schoene ist nicht nur schön sondern auch fair und Calistik hatte dann für mich eigentlich den Zweck wirklich auch Künstler zu unterstützen und Initiativen die irgendwo positiven Einfluss auf unser Zeitgeschehen ökologisch, sozial zu haben auch fördert.

00:05:20: Also ich habe mich dann eingesetzt für vor allen Dingen Projekte die auch das als feste Komponente eigentlich ja wirklich sogar als Fokus hatten.

00:05:30: Man könnte auch sagen nachhaltig oder Nachhaltigkeit gilt genau diesen Dreiklang sozial-ökologisch und ökonomisch.

00:05:37: Die Ökonomie

00:05:38: spielt doch noch eine Rolle?

00:05:40: Ökonomie muss ne Rolle spielen weil kennt man ja aus dem Impact Investing oder so, was sich selber trägt ist auch langfristig.

00:05:49: Ich bin kein Fan von Philanthropie weil ich denke wenn sich etwas nicht selber träght dann muss es künstlich ernährt werden und sowie wenn man jemanden zeigt wie man Reis anpflanzt kann er sich selber ernähren.

00:06:07: Wenn du ihm immer Reis gibst dann wird er nie selber irgendwo sich ernährend können.

00:06:12: Du sagst, es ist ein wichtiger Anspruch, dass sie auch eine Form von Wertschöpfung in dem ganzen Ruhm ist.

00:06:19: Genau!

00:06:20: Und du hast eigentlich mit Kallistik den Anspruch gehabt, nicht in erster Linie selber Kunst zu arbeiten, sondern einen Raum, eine Plattform für die Künstler, damit Sie dort ihre Kunst zeigen können?

00:06:33: Genau, also das war dann einerseits die digitale Plattform und andererseits habe ich dann auch physische Events gemacht um Projekte herum, die soziale oder ökologische Nachhaltigkeit als Fokus hatten.

00:06:46: Also mit Kunst diese Themen aufgegriffen wurden entweder humorvoll oder kritisch oder irgendwo durch die Blume gesagt.

00:06:56: So wie jetzt hier.

00:06:56: wir sitzen gerade an einem Tisch und vor dir steht mein aktuelles Projekt das heißt Untitled Flowers.

00:07:03: Das sind Kunstblumen, keine künstlichen Blumen.

00:07:06: Sondern Kunstblume, die sind gehäkelt und sehen eigentlich aus von der Distanz wie echte Blumen aber sie sind auch nachhaltig.

00:07:14: Es sind nämlich keine Schnittblumen es sind auch keine Trockenblumen die wurden auch mal geschnitten sondern das sind gehäkelte Blumen die wunderschön sind und sich für die Ewigkeit halten.

00:07:24: Spannend!

00:07:25: Und eben all das machst du immer unter dem... Dach unter dem Mantel von Kalistik, wo du sagst da darf ganz viel entstehen auch mit eigenen Namen.

00:07:33: Aber das ist so.

00:07:34: das Gefäß?

00:07:35: Ja das ist wie meine eigene Venture Building Einheit also mein eigenes Venture building Unternehmen, wo ich verschiedenste Projekte oder sei es zum Beispiel auch Kunstprojekte konzeptionell aufbau mit Künstlern oder selber mit jetzt meiner Frau zum Beispiel das Projekt.

00:07:51: ja sie selber Häklerin hat sich von ihrer Oma gelernt.

00:07:54: In der Schweiz gibt es ja auch eine ganz lange Textilgeschichte oder das finde ich auch super spannend.

00:07:59: Kann

00:07:59: man wieder nach St.

00:08:00: Gallen schauen?

00:08:00: Ja,

00:08:01: genau!

00:08:03: Und deswegen, ich find' das ein extrem spannendes Projekt und auch ein spannendes Umfeld weil es irgendwas zwischen Faschen, Kunst- und Nachhaltigkeit ist.

00:08:13: Absolut.

00:08:14: Und jetzt Stichwort Wertschöpfung.

00:08:16: du hast das schon betont, dass ist dir wichtig dieses selbstragende wertschöpfende... Wenn man dann über Kunst und Geld spricht, kommt ja oft auch das Thema was hat es eigentlich für einen Wert?

00:08:28: Also wer bestimmt eigentlich den Wert der Kunst.

00:08:31: Jetzt sei es eben ... wir können bei den Kunstblumen bleiben, den gehäkelten Blumen, man kann auch ein anderes Beispiel nehmen.

00:08:40: Kannst du da etwas dazu sagen?

00:08:43: Ja, ich hab... Kunstmarktstudien an der Universität Zürich studiert, zwanzig, zweinzwanzig angefangen und habe mich wirklich mit dem Kunstmarkt auseinandergesetzt.

00:08:53: Wie funktioniert das?

00:08:55: Was gibt es für Spieler?

00:08:56: Was sind die Regeln?

00:08:57: Was ist die ungeschriebenen Regel?

00:08:59: Und Wert in der Kunstwelt ist oft durch Mediatoren bestimmt oder so Mediaturen Kuratoren, Museen oder andere Institutionen sind die eigentlich etwas den kulturellen Wert geben.

00:09:20: Es nicht per se wie in einem anderen Markt wo Angebot und Nachfrage darüber bestimmen sondern es sind ganz oft induzierte Werte die durch Meinungsmacher auch irgendwo geschrieben festgelegt werden können?

00:09:35: Oder das ist ganz unterschiedlich zu ... einem anderen Produkt, einem herkömmlichen Produkt oder so.

00:09:41: Absolut!

00:09:42: Das hat sehr viel mit Wahrnehmung zu tun.

00:09:45: ist eigentlich die Königsdisziplin des Marketings... ... oder so mit Kultur eigentlich Wert aufzubauen und nicht einfach Aufmerksamkeit zu kaufen.

00:09:54: Ja das schön gesagt die Königstisziplines Marketings.

00:09:58: Es hat auch ein bisschen was Willkürliches nicht?

00:10:02: Also, jetzt von Ausmitrag.

00:10:03: Ja

00:10:04: super subjektiv also je nachdem was du dafür bereit bist zu zahlen oder und was den Künstler anbelangt auch was er bereit ist eigentlich als preis zu veranschlagen oder so.

00:10:14: das ist ja auch so eine sache vom künstler vor allen dingen oder vom galeristen

00:10:18: oder so wie nach dem die

00:10:21: es gibt in der kunstwelt den primären kunstmarkt.

00:10:23: das ist eigentlich der erst verkauf von einem kunstwerk in dem sind künstlers galerie und sammler unterwegs.

00:10:31: Kunsthändler, also Kunsthänder sind eigentlich auch Galeristen oder aber in weiteren Sinne sind Kunsthände auch Selbstständige die irgendwo Zugänge haben zu Ateliers von Künstlern und Sammlern auf der anderen Seite.

00:10:42: Die bringen diese zwei zusammen im Primärenmarkt wo die erste Transaktion passiert.

00:10:47: Und dann gibt es den Sekundärenmarkt und dem sekundären Markt hat man daneben Museen Aber auch Auktionshäuser und auch wieder Händler die dann aber den Zweit verkauft an einem Kunstwerk eigentlich von Staaten bringen Da bestimmt, also das ist eigentlich der Aussage kräftigere Preis.

00:11:04: Der Sekundärmarkt?

00:11:05: Der Sekundermarkt, der sagt dann eigentlich wirklich aus darüber was denn der etablierte Preis ist weil ganz oft weiß man nicht für was ein Kunstwerk im primären Markt gehandelt wurde.

00:11:14: Das ist nicht öffentlich aber die Informationen aus dem Zweitmarkt sind wenn sie über zum Beispiel auktionshaus gegangen ist öffentlich oder das heißt dann wird der Preis viel mehr gesetzt und festgelegt als im Primärmarkt.

00:11:29: Ja, ich find's schon faszinierend.

00:11:31: Weil gerade für den Laien sag' ich mal ist das ja manchmal so wie kommt jetzt dieser Preis zustande?

00:11:37: oder eben ... Wie du gesagt hast es sehr subjektiv und dann ist es eher eine Frage wer ist bereit diesen Preis zu bezahlen?

00:11:45: Und eigentlich muss man da nur eine Person finden!

00:11:48: Ja total also... Es ist sehr subjetiv und es ist nicht wirklich an etwas gebunden.

00:11:56: Natürlich auch ein Preis von einem Künstler, der dann eben im Zweitmarkt zum Beispiel kennst du Masterworks.

00:12:03: Die machen das immer ganz toll!

00:12:05: Die visualisieren eigentlich eine Preisentwicklung vom Künstlern.

00:12:08: und wenn es dann Blutship Artist ist so wie irgendwie eine Blutschip Company, wenn dann diese Kunstwerke auch grafisch dargestellt oder wie jetzt zum Beispiel ein S&P-Fivehundred und ganz oft damit verglichen.

00:12:21: Und dann outperform Kunstwerken und Künstler ganz oft auch Aktienmärkte oder so das wird ganz oft in Kontrast gestellt sind aber natürlich ganz wenige oder es gibt Top hundert von denen sind die meisten auch gar nicht mehr unter uns oder im.

00:12:39: toter künstler sagt man so schön ist mehr wert als ein lebendiger der kann ich mehr weiter produzieren.

00:12:44: also wenn du es mit einer notenbank vergleichst oder so du kannst.

00:12:49: auch ganz viele Kunstwerke malen, so wie eine Druckpresse von Geld oder und dann deinen eigenen Kunstmarkt einen eigenen Markt hat auch inflationär beeinflussen dadurch.

00:12:59: Oder das ist auch passiert.

00:13:01: aber deswegen sagt man Toderkünstler ist oft mehr wert als ein lebendiger.

00:13:05: Ja.

00:13:06: Und wenn man jetzt mal schaut, dass gesagt die Akteure dann sind ja auch die Sammler, die eine Rolle spielen, die das irgendwie dann auch kaufen sollten oder eben sammeln?

00:13:16: Wie wichtig sind die Sammler?

00:13:18: entscheidend beeinflussen die Sammler, ob ein Künstler erfolgreich wird oder nicht?

00:13:22: Der Sammle hat eigentlich die meiste Macht.

00:13:24: Weil der ist der Käufer.

00:13:26: und trotzdem oft sind Sammlere auch beeinflusbar von Galerien oder Museen oder anderen Meinungsmachen in dem Kunstmarkt, die dann eben etwas auch einen kulturellen Wert geben können dadurch dass sie es repräsentieren.

00:13:42: oder so Preis von einem Kunstwerk oder von einem Künstler setzt sich auch oft zusammen durch die Provenance, das ist eigentlich die Biografie vom Kunstwerk.

00:13:55: Wo war dieses und wo geht dieses hin?

00:13:59: Ist ganz oft so eine Kette an Events oder so, die dann verzeichnet wird und wenn du in der Sammlung bist von dem bekannten Sammler... ist das oft sehr gut auch für deinen Markt oder als Künstler, weil dem wird dann zugeschrieben dass du einen gewissen Wert haben musst.

00:14:20: Oder sonst wärst du nicht in dieser Sammlung?

00:14:22: Also es heißt was Künstlern verwendest du das auch

00:14:25: und

00:14:25: sagst nachher ich bin in dieser sammlung.

00:14:28: Spannend!

00:14:28: Und oft werden ja auch Sammlungen wie jetzt hier im Kunsthaus in Zürich an ein Museum verliehen.

00:14:35: Das ist dann eine Leihgabe Und dadurch wird man dann auch institutionell, oder dann geht es eben aus dem privaten ins Institutionelle über und dann hat man eine Akkreditierung durch die Institutionen wo man dann ausgestellt ist.

00:14:50: Die Idee ist ja letztendlich im Wertschöpfung.

00:14:52: dann sprechen auch zu sagen hey Mann ist erfolgreich mit seiner Kunst wirtschaftlich erfolgreich auch ein Stück weit Sicher unterschiedlich, je nachdem was man selbst für Wünsche oder Ansprüche hat.

00:15:02: Aber so grundsätzlich... Was unterscheidet einen Künstler der wirtschaftliche Erfolgreich ist?

00:15:08: Von einem, der zwar gute Kunst macht aber kaum davon leben kann?

00:15:12: von denen gibt es ja auch ganz viele.

00:15:14: Ja ich denke da sind wir wieder beim bei der Königsdisziplin Marketing und Kommunikationen.

00:15:20: Ganz oft ist eben sehr wichtig eine Strategie zu haben dahinter wie man sich im Kunstmarkt selbst vermarktet am Anfang und dann mit welcher Galerie, Galerien sind wie die Werbagenturen für Künstler, Marketingagenturinnen für Künstler Kommunikationsagenturnen.

00:15:39: Die machen eigentlich alles PR-Marketing in Kommunikation man sich auch aufstellt als Künstlerin oder so.

00:15:45: und ja das hat dann oft das Ergebnis dass man auch davon leben kann wenn man sich gut vermarktete ... dem digitalen Zeitalter heute ist es auch festzustellen, dass viele Künstler sich über die sozialen Medien vor allen Dingen auch selber vermarkten und auch selber verkaufen.

00:16:08: oder also sie verkaufen ihre Kunst tatsächlich über Instagram, über TikTok.

00:16:12: Über ihren Webshop und brauchen keine Galerien.

00:16:17: Umgehenden

00:16:17: intermédiaire kann man sagen?

00:16:19: Ja

00:16:20: ja was dann auch dazu führen kann das sie eben nicht wirklich etabliert in dem Kunstmarkt sind, sondern sie sind dann eben

00:16:32: independent.

00:16:34: Ja genau, kommerzieller Künstler!

00:16:37: Also kommerziell ist auch ein Künstler, der bei einer Galerie ist.

00:16:40: Oder wenn die Galerie gibt ihr dann irgendwie noch diese kulturelle Akkreditierung oder so dass sie dich an gewisse Messen mitnehmen?

00:16:49: Oder eben in verschiedensten Institutionen positionieren?

00:16:53: Dann machst du eine Ausstellung mit dem Museum London, Barbican oder was auch immer und hast dann Serpentine Gallery oder wen auch immer der dann eigentlich auch mit deiner Kunst dein Wert nach oben.

00:17:10: ... schraubt oder so nur dadurch, dass du da dabei bist.

00:17:13: Und es gibt eine ganz interessante Grafik.

00:17:16: die ist von Magnus Reisch, mein Professor von der HSG.

00:17:20: Der war mein erster Professor für Kunstmarktstudien.

00:17:23: Ich dachte

00:17:24: ich habe schon was gesehen von dem bei dir während einem Kunststudium.

00:17:27: Ja genau und der hat an der HSGE den Kurs Creativity Versus Commerce sehr zu empfehlen... ...und hat eigentlich den ganzen Kunstmarkt mal Daten basiert auseinander genommen.. So dieses, dieses rationale irgendwo da auch reingebrachten dann veranschaulich dass es eigentlich ein sehr verflochtenes Netzwerkspiel ist oder so schon fast oligopolische Strukturen hat.

00:17:54: Und dann sieht man eben welche Kreise miteinander wirken und wo dann wirklich Wert entsteht in Terms of also im monetärischen Sinne oder im finanziellen Sinn.

00:18:08: Ich finde es schon spannend, weil die Galeristen als Intermediäre und wichtige Funktionen auch im Sinne eben sie nämlich an wichtige Ausstellungen mit vernetzendlich mit den wichtigen Leuten oder Institutionen, Museen.

00:18:22: Und gleichzeitig ist ja auch immer die Frage Ist das Sprungbrett- oder Gatekeeper?

00:18:26: Und die Demokratisierung dank sozialem Medien wo man sagt okay gerade jetzt im Sinne von finanziellem Output ist es eigentlich doch ein Mehrwert für die Künstler dass sie diese Freiheit bekommen haben.

00:18:41: Oder wie siehst du das?

00:18:43: Es heißt auch mehr Arbeit, oder so ... Du musst auf mehrere Kanäle managen und dann hast du noch die Herausforderung, dass du selber am Drücker bist.

00:18:54: Also sprich was du über deine Kanälen in die Welt posaunst der ganze Kontext, den du zu deinen Werken und zu dir preisgibst Den Manage dann du oder so und früher war das wesentlich kuratierter durch deine Galerie, die oder dein Dein Manager oder so der dann oft dein Filter war.

00:19:22: Oder auch dein Lautsprecher oder?

00:19:26: Lass uns noch ein Schwenker machen und zwar ist ja mit Calistik auch ein spannendes Gebiet der digitale Kunstmarkt.

00:19:33: Das war eigentlich auch ein bisschen.

00:19:35: Also mit der Startpunkt durch Pandemie, dass man sagt okay wie schaffen wir das?

00:19:39: Aber das sich auch früh mit NFTs beschäftigt.

00:19:42: Es

00:19:42: war ein großes Thema oder ist ein großes thema.

00:19:45: was hat dich daran ursprünglich fasziniert?

00:19:49: also da muss man noch einhaken.

00:19:51: oder.

00:19:51: ich habe gesagt Bevor ich in die Kunstwelt kam, digitale Geschäftsfelder aufgebaut.

00:19:57: Und eins davon war bei der Swisscom im Fintech-Team von der Digital Business Unit Blockchain Technologien oder so wie Kastodian, Solution, issuenswirk, unsere Hörer, die sich damit auskennen wissen jetzt damit was anzufangen.

00:20:14: aber es ist eigentlich so Wie funktioniert Blockchain eben auch kommerziellen Gebiet und das habe ich dann in der Kunstwelt wiedergefunden.

00:20:25: oder so.

00:20:25: dieses Wissen, konnte ich anwenden im Bereich NFT.

00:20:29: Weil ein NFT ist die Art und Weise wie man ein digitales Kunstwerk am besten zertifizieren und auch handeln kann also den Titel am Kunstwerk handeln können.

00:20:42: Und das hat mich sehr fasziniert weil Ich dann schlussendlich auch wieder meine Punkte miteinander verbinden konnte, oder?

00:20:52: Also ich konnte etwas einbringen aus der Vergangenheit und da war ich Experte.

00:20:58: hat mir das sehr großen Spaß gemacht, dann diese Welle mitzunehmen und auf der zu surfen.

00:21:03: Diese Welle hat denn auch zwei drei Jahre angehalten und ist dann kollabiert oder so dieser ganze Markt ist ja total eingebrochen.

00:21:11: Das hat mehrere Gründe.

00:21:13: aber für digitale Kunst ist es also nativ digitale kunst immer noch die Technologie die am gängigsten ist zur ... zur Zertifizierung und zum Handeln von

00:21:25: digitalen Kunst.

00:21:26: Ja, also dafür bleibt sie weiterhin bestehen.

00:21:28: Ja genau.

00:21:29: Wenn

00:21:29: ist der erste Hype vielleicht?

00:21:32: Genau, das ist ja so dieser Gardener Hype-Seikel oder der sich auf allen möglichen Technologien dann auch wiederholt... ...und das ist eine davon!

00:21:39: Ja,

00:21:40: spannend.

00:21:41: Jetzt nochmal zu Qualistik.

00:21:43: Kannst du uns noch ein paar Beispiele erzählen?

00:21:46: einfach weil es spannende Geschichten sind und schöne Projekte sind die ihr schon gemacht habt oder an denen ihr gerade dran seid, was grade schon angefangen oder erzählt von den Hackenblumen.

00:21:57: Das ist grad das neueste Baby?

00:21:58: Ja, das ist das neuste Baby hier!

00:22:00: Was habt ihr alles so für Projekte, dass man ein bisschen eine Vorstellung bekommt, was man eigentlich alles so machen

00:22:05: kann?!

00:22:06: Also das ist eben Untitled Flowers, mit dem bin ich gerade am Hausieren.

00:22:10: Tatsächlich wie ein Teppichverkäufer laufe hier mit meiner Rattantasche und vier, fünf Bouquets durch die Gegend und finde es super süß dass mich dann viele Leute auch auf der Straße ansprechen darauf und dann verweise ich sie genau.

00:22:22: wo kann man die kaufen?

00:22:23: Auf unserer Webseite untitled.flowers oder bei Modern Animals Gallery.

00:22:28: Das ist eine kontemporäre Kunstgalerie in Zürich direkt neben Kunsthaus.

00:22:32: dort haben wir einen kontemporären Blumenmarkt.

00:22:34: Das ist eine Installation, da kannst du reinlaufen und dir dein Buket zusammenstellen.

00:22:39: Und das mit nach Hause nehmen und es ist einfach für immer und verwelkt nicht oder?

00:22:42: Das heißt wenn du jemanden irgendwie was schenken willst und auch in Erinnerung bleiben willst dann ist das eine super... mögliche Variante oder ein tolles Geschenk.

00:22:53: Bei den Blumenstrauß-Banausen, die genau argumentieren ist es nicht nachhaltig.

00:22:57: Ja,

00:22:58: genauso wie die Legobloomenliebhaber, die müssten eigentlich auch voll auf diese Häkelblumen abfahren.

00:23:04: und ein anderes Projekt was ich gerade auch aktiv vertrete ist Terror.

00:23:09: Terror ist eine immersive Erfahrung.

00:23:13: zu Wein.

00:23:14: Also Wein wird in Musik verwandelt und man kann auf einmal hören, was man trinkt.

00:23:20: Also auch Technologie.

00:23:21: oder du hast dann Sensoren die die Frequenz von dem Wein aufnehmen Und durch Synthesizer manipulieren wir den Sound.

00:23:28: Wir nennen es eigentlich eine biogenerative Experience.

00:23:33: Terroir heißt sie weil der Boden in dem Wein wächst.

00:23:37: Watter oder Terror und dieser Boden ist ja eigentlich auch der Grund warum wein verschiedene geschmecker hat.

00:23:47: oder also natürlich auch die umgebung des weines.

00:23:50: die sonne die luft der regen all das spielt rein und das können wir dann eben in klang ausdrücken oder dass ist super spannend.

00:23:58: jetzt haben wir dann im hallenstadion am neunzehnten september.

00:24:02: bei sound of wine haben wir eine aufführung.

00:24:05: Genau, es verknüpft sich wunderbar.

00:24:07: Weil Johnny Vergani von Vergani war nämlich auch schon Podcast-Gast bei uns und dann hat er eben auch vom großen Sound of Wine im Hallenstadion ... War das gerade frisch announced?

00:24:17: Und jetzt ist so ein wunderschöner Bogen, dass ihr da noch mitwirkt.

00:24:22: Ja genau!

00:24:24: Wir freuen uns schon mega drauf.

00:24:26: Johnny sich glaube ich auch weil das ist wirklich mal in Format was Sound Of Wine in Sicht trägt oder das erstes kein DJ-Set sondern das ist wirklich du lässt den Wein erklingen.

00:24:38: und jetzt haben wir auch gerade ein Forschungsprojekt auf der Ebene.

00:24:42: oder so kann man denn auch diese eigentlich diese Frequenz von Wein sagt die wirklich was auch zum Beispiel über Qualität vom Wein aus.

00:24:51: So Schwingungen, spürt oder Schwingungen, die man schmeckt und dann auch hört.

00:24:56: Hat das irgendwie auch eine Resonanz?

00:24:59: Und hat es denn wirklich auch ein Qualitätsmerkmal was sich durch Klang zum Beispiel ausdrücken kann?

00:25:03: Das ist eigentlich noch ne interessante Frage, oder?

00:25:05: Total!

00:25:06: Aber da bin ich fast schon in der Philosophie, da bräuchte ich schon Glas Wein und darüber so Philosophien.

00:25:12: Es geht schon sehr... Es ist

00:25:13: zwei Uhr nachmittags.

00:25:16: Aber die Sonne scheint

00:25:17: Die Sonne ist halt eine Rosi.

00:25:19: Genau, also viele spannende sehr unterschiedliche Projekte eben sei es Blumen, sei es Wein.

00:25:26: Ich glaube das kann in alle Richtungen gehen.

00:25:28: Geht auch gut zusammen Blumen und Wein oder?

00:25:29: Das

00:25:29: passt perfekt zusammen.

00:25:30: Es fällt noch eine Käse oder so.

00:25:33: Du hast auch schon mit Tonis die wichtigste.

00:25:35: Es soll selbstragend sein.

00:25:36: Es sollen nicht immer nur mit irgendwie zum Beispiel Fördergeldern funktionieren.

00:25:39: Und das ist ja auch schnell ein Stichwort in der Kunst, Kunstförderung.

00:25:44: Wo liegt für dich die Grenze zwischen Kunstförderung versus Kunst-Business?

00:25:48: Wo findest du auch, es macht Sinn.

00:25:50: Dass es erst gefördert wird oder nur gefördert wird und wo findest aber auch nicht ist muss diese Wirtschaftlichkeit mit drin haben.

00:25:58: Die Welt und der Kunstmarkt sind ganz unterschiedliche Sachen.

00:26:01: oder der Kunstmarkt ist irgendwie ein Sechzig Milliarden Markt der jetzt nicht unbedingt so gewachsen ist über die letzten Dekaten.

00:26:07: Der ist relativ gleichgeblieben, obwohl so viele mehr Millionäre rumlaufen auf der Welt hat sich der Kunstmarkt nicht unbedingt vergrößert aber die Kunstwelt ist vielmehr gewachsen.

00:26:16: also die Kunst welt ist übergeschwappt von Europa und Amerika nach Asien nach Afrika nach Arabien oder und es ist sehr interessant zu sehen.

00:26:26: Also Fördergelder sind sicher auch ein Vehikel für Künstler, um ihre Kunst machen zu können.

00:26:34: Um Projekte realisieren zu können.

00:26:36: aber Förder gelder sind oft Stiftungs- und Staatswesen oder also sprich du hast Es ist jetzt nicht unbedingt dafür verantwortlich, dass diese Kunstwelt sich so ausgebreitet hat.

00:26:48: Aber es ist sicher eine Möglichkeit für Künstler wenn sie nicht kommerziell arbeiten oder Kunst und Kultur schaffen, da wenn Sie nicht kommerziall arbeiten, sich Mittel zu organisieren und damit dann... Nicht kommerzielle also nicht in dem Kunstmarkt Projekte realisieren zu können.

00:27:07: Das heißt du musst nichts verkaufen, das ist ja auch schön weil Kultur muss nicht immer käuflich oder soll auch nicht immer kräftig sein.

00:27:15: was käuflich ist, ist auch immer beeinflussbar und hat nicht unbedingt die Freiheit.

00:27:21: Und auch diese Kontextunabhängigkeit oder kann sich nicht politisch oder anders positionieren weil vielleicht steht man irgendjemanden auf die Füße dann kriegt man eben kein Geld oder so und entsprechend hat das eine ganz wichtige Bedeutung in der Kultur und auch in der Kunstwelt.

00:27:41: dass es solche Töpfe gibt solche Fördertöpfen muss man wirklich bestärken und auch, denke ich im Anblick auf unsere Zeit noch weiter ausbauen oder so.

00:27:55: Das ist eine Verantwortung von unserer Gesellschaft gegenüber sich selber.

00:28:01: Oder wir als Konsumenten, wir als Staatsanlegerhörige, als Steuerzahler sollten das auch bestärkern denn das hat eine gewisse Freiheit und ist nicht korrumpiert.

00:28:18: Und kann tatsächlich als demokratisches Mittel auch irgendwo uns Perspektiven aufzeigen, die eben nicht kommerziell an Natur sind oder die nicht beeinflusst sind.

00:28:30: Darin nämlich auch stark sein bis dann diese Anforschung oder wo man ja auch immer genau hinschauen muss wer finanziert diese Forschung wegen dem Outkommen von der Forschung.

00:28:38: das ist da auch ein bisschen so.

00:28:40: Wer hat denn das finanzierte?

00:28:41: Oder wie kann das zustande?

00:28:43: Oder ist es einfach da, um zu sein und zu existieren?

00:28:46: Und dann zu reden.

00:28:49: Du befasst dich mit Kunst sehr breit, du hast Kunst auch noch studiert bis an dieser Schnittstelle zur Innovation.

00:28:56: Wo hast du das Gefühl entwickelt sich auch der Kunstmarkt hin aktuell?

00:29:00: Das schon gesagt die Kunstwelt ist größer geworden.

00:29:03: Der Kunstmarkt ist relativ gleichgeblieben.

00:29:06: wo geht die Reise hin?

00:29:09: also meine persönliche Meinung ist dass das viel mehr zu zum Ursprung zurückgeht oder so.

00:29:16: Wir sind jetzt so abstrakt geworden, so digital auch geworden das wieder mehr das Zwischenmenschliche und eigentlich so diese zwischenmännliche Erfahrung auch an Wert bekommt und auch an Platz bekommt.

00:29:30: und es ist auch mein persönlicher Wunsch.

00:29:34: Also mehr Experience?

00:29:36: Mehr Experience, mehr haptisch vielleicht auch einfach wieder bisschen... Anführungsstrichen langweiliger oder so, dass man wieder Motive nimmt eben wie Blumen.

00:29:47: Es muss ja nicht immer alles komplett futuristisch oder neuartig sein sondern es kann auch einfach schön sein und liebevoll und menschlich oder so dahin zurückzugehen wo wir eigentlich auch herkommen.

00:30:05: das ist so mein eigenes empfinden.

00:30:09: und dann wenn ich aber auch so den markt selber anschaue denke ich.

00:30:14: Ist es auch vor allen Dingen experience driven also so experience driven sails dass man auch ein zugehörigkeitsgefühl hat, dass man teil von der gemeinschaft ist, dass diese Gemeinschaft sich eben auch im physischen raum trifft und Rituale hat also eine gewisse Frequenz dann auch von Regelmäßigkeit und das ist so wichtig oder so, dass wir das eben in der kuratorischen und unserer Praxis auch wirklich fördern.

00:30:46: die Menschen einbinden und nicht nur irgendwo auf unsere digitale Präsenz und unser Image achten, sondern dass es eigentlich wirklich darum geht Leute zusammen zu holen.

00:30:57: Und dann eben auch auf Themen aufmerksam zu machen oder was auch immer diese sind.

00:31:02: Wir schließen immer gerne mit zwei Fragen ab und die erste wäre so dein größtes Aha-Erlebnis.

00:31:07: auf deine berufliche Laufbahn geschaut sag ich mal bezogen

00:31:13: Wir haben einen Künstler gesagt, er malt mit rechts obwohl er Linkshänder ist weil er sich das für später aufheben will.

00:31:19: Das fand ich irgendwie toll so.

00:31:22: Es war für mich eine Anekdote aus der Kunstwelt wo ich gedacht habe eben kein Fußballspieler würde mit links den Ball kicken obwohl er rechts süßler ist oder?

00:31:34: Weil er sich für später Aufheben Will besser schießen zu können.

00:31:39: Aber man muss auch sagen, Haltwertigkeit von den Fußballern ist doch deutlich kürzer als vom Künstler Tänenziel.

00:31:45: Das stimmt!

00:31:46: Und der Fußballer hat keinen Wert mehr wenn er tut es.

00:31:50: Gut, ich fasse dann immer gerne kurz zusammen, was wir alles besprochen haben.

00:31:54: Ich habe mir extrem viel mit aufgeschrieben.

00:31:56: zum einen du als Person extrem spannend deine Werte gegangen, deine eigene Geschichte.

00:32:01: Wir haben das am Anfang nur ganz kurz gestreift kann man sagen eben deine verschiedenen Leben die du schon hinter dir hast.

00:32:08: Dann hast noch deine familiäre Komponente reingebracht mit der Oma als Sammlerin Die Mutter als Musikerin und Künstlerin, die dich ja auch ihnen geprägt haben Und dann zum Kunstmarkt geführt haben.

00:32:17: ... und dein sehr einzigartiger Mix von ...

00:32:19: ...

00:32:20: unternehmerisch, Innovationen.

00:32:22: Aber eben auch Kunstverständnis... ... Technologieverständnis zu haben?

00:32:26: Dein Anspruch doch auch zu sagen, hey, Kunst sollte selbst tragen sein!

00:32:31: Auch wenn du aber endlich gesagt hast, nein Fördergelder sind auch gut und wichtig für eine gewisse ... ... Neutralität oder Freiheit in der Kunst, aber trotzdem ... ... eigentlich deine Ansprache mit Kalistik zu sagen wir wollen Wert generieren in dieser Welt ... ... und Kunst- und Kultur zugänglicher machen.

00:32:48: Das, was mir geblieben ist, dieses Königsdisziplin des Marketings in der Kunstwelt.

00:32:53: Also wie schaffst du dich zu positionieren?

00:32:56: Auf Gehör zu stoßen, Bekanntheit zu erlangen weil das wirklich anders funktioniert als jeglicher anderer Markt.

00:33:03: und das Blue Chip Artist, das finde ich auch ganz witzig, wenn du gesagt hast ja gewisse Künstler schaffen dann eben so diese Definitionen, diese Bezeichnungen wie eigentlich aus der Business-Welt um zu sagen hey das hat nun wert dieser Künstlerin.

00:33:15: Ja, Kunst wird oft verglichen mit Luxusgütern oder aber auch eine schöne Metapher der Immobilienwelt.

00:33:24: Du hast auch irgendwelche Kunststücke oder Häuser die einen Wert, einen Inherenten haben weil sie irgendwie eine tolle Lage haben oder eben schön ausgebaut sind und ähnlich ist das bei Kunstwerken oder so.

00:33:41: die Sammler wollen auch etwas, was langfristigen Wert hat.

00:33:49: Ja

00:33:50: und dann natürlich deine Projekte wo ganz vielfältig sei es im Wahlen, sei es mit Blumen, Strickblumen, wo es eigentlich endlose Möglichkeiten gibt, wo du mit Kallistik ein Gefäß gefunden hast oder sagst da können wir ganz viel schaffen und Wert generieren.

00:34:05: Wir hören gerne mit was persönlichem auf und zwar eine Inspiration für unsere Zuhörer, etwas was zu den Leuten ... Wenn du eine Message in die Welt tragen kannst, welche wäre das?

00:34:23: Es gibt

00:34:24: so tolle Möglichkeiten eigentlich in diese Kunstwelt einzutauchen.

00:34:28: Die komplett gratis und sehr zugänglich sind oder so dass sich die Leute... die jetzt noch nicht irgendwie einen Bezug haben.

00:34:37: Einfach mal an der Remy-Straße verirren und dann eine Vernissage gehen, dass man einfach mal an solche Events geht und einfach teilnimmt ... Und man muss nichts kaufen!

00:34:49: Man kann auch einfach dort sein, es genießen... Es gibt immer Gübblis und POSNECKS wenn man Glück hat.

00:34:57: Und das man sich einfach öffnet dafür oder?

00:35:02: Kann man ja schauen, ob es einem gefällt oder ob man auch was findet.

00:35:06: Was zu einem passt?

00:35:07: Oder wo man auch gerne etwas liegen lässt?

00:35:11: Ich glaube das wäre gut für die Kunstwelt, dass man neue Leute reinholt.

00:35:16: und deswegen finde ich so toll diesen Podcast mit dir zu machen weil eure Zuhörer nicht unbedingt aus der Kunstwelt selber sind sondern vielleicht eher aus der Finanzwelt.

00:35:24: Und diese Finanzwelt, wie du ja auch schon am Anfang gesagt hast ist sehr ausschlaggebend für die Kunstwelt.

00:35:31: Die Kunstwelt braucht neue Mitglieder und neue Teilhabe.

00:35:35: Um das würde ich mich wirklich bemühen oder so.

00:35:40: Das was ich immer versucht habe Brücken zu schlagen zwischen den Welten und deswegen mein Appell an die Leute einfach mal mitmachen oder sich trauen.

00:35:54: Oder so eine Galerie, auch wenn sie vielleicht ein bisschen steril von außen wirkt... Wenn man drin ist, ist es doch ganz schön und man lernt was.

00:36:01: Man eröffnet einem neue Perspektive, wenn man sich einfach mal drauf einlässt.

00:36:06: Das finde ich ist das Tolle an der Kunst und auch das, was mich selber berührt.

00:36:11: Vielen herzlichen Dank Jonas, dass du da warst, dass Du uns eine Einblicke gegeben hast in Deine Welt reingekommen bis und in all deine Projekte.

00:36:21: Wir bleiben am Thema Kunst vs.

00:36:23: Finance, wir haben als Nächstes zwei Künstlerinnen zu Gast die dann wirklich die Künstlersperspektive nochmal einbringen werden aus ganz unterschiedlichen Perspektiven.

00:36:32: Und ich freue mich sehr wenn ihr auch da wieder dabei seid!

00:36:35: Ich bedanke mich Padir Jonas für deine Zeit und wünsche den Zuhörer einen schönen Tag.

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